Kampagne für ein autonomes Zentrum …mit Tanzfläche!
Unter der Rubrik Aktuelles ist der Redebeitrag zu lesen, den wir auf der Tanzdemo für ein autonomes Zentrum mit feuerfestem Aquarium am 31.1. in Köln gehalten haben
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DIE SCHNAPSFABRIK IST TOT - ES LEBE DIE SCHNAPSFABRIK!
TANZDEMO FÜR EIN AUTONOMES ZENTRUM IN KÖLN AM 31.1., 16 UHR HBF
Aus gegebenem Anlass möchten wir mal ganz dick Werbung machen:
Am 31. Januar findet eine Demonstration für ein Autonomes Zentrum mit Tanzfläche statt. Die Schließung der Schnapsfabrik nehmen wir als Anlass, den Kampf um ein Zentrum wieder aufleben zu lassen: Wir lassen uns unsere Räume nicht nehmen!
Für die Demo am Samstag, den 31.01., haben wir übrigens 3 LKW mit Soundsystems angemeldet. Bringt also eure Tanzschuhe mit und dann rocken wir die Stadt. Freiräume erkämpfen und ertanzen!
Auf pyranha.blogsport.de findet ihr aktuelle Infos und Hintergründe!
Und auf indymedia ist außerdem ein sehr lesenswerter Beitrag über die Schnapsfabrik und mögliche Perspektiven veröffentlicht worden. Ebenso eine knakkig-kurze Meldung in der Stadtrevue . enjoy!
UPDATE 30.1.08 - ORDNUNGSVERFÜGUNG PART II
Jetzt wissen wir, was mit “in Kürze” gemeint war: An demselben Tag, an dem Herr Krügel vom Bauordnungsamt seine Verfügung über ein Nutzungsverbot zurückgezogen hat, hat er auch eine neue Verfügung eingereicht, diesmal schriftlich. Taktischerweise mit der ungleich humaneren Frist von einer vollen Woche, in der wir das Gebäude zu verlassen haben. Ach ja, das Zwangsgeld wurde diesmal auch gleich mit festgesetzt: 5000,- Euro bei Zuwiderhandlung.
Damit beginnt das Spiel von vorne: Wir haben wieder Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht, müssen aber im Moment davon ausgehen dass niemensch ab dem 5. Januar, 24:00 h die Schnapsfabrik betreten darf.
love&rage&nix mehr gefallen lassen - ihr hört von uns sobald es was neues gibt.
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Heute morgen ging ein Fax bei unserer Rechtsanwältin ein: der Herr Bauamtsbeamter K. widerruft seine mündliche Verfügung über ein Nutzungsverbot ohne weitere Begründung. In Kürze würden wir dann wieder von ihm hören. Anscheinend hat sich die Gefahr für Leib und Leben über das Wochenende hin gemildert. Herr K. kommt somit dem ausstehenden Urteil des Verwaltungsgericht über unsere eingereichte Klage zuvor. Das Urteil hätte noch heute getroffen werden können. Wir vermuten, dass im nächsten Jahr der bauamtliche Rausschmissprozess sich mit anderen (milderen) Mitteln fortsetzen wird.
Das Treffen am Sonntag, 28.12, wird die Möglichkeit geben sich über Strategien und Pläne bezüglich der aktuellen Situation in der Schnapsfabrik auszutauschen und darüber hinaus neue Ideen zu entwickeln, wie alternative Kultur in Köln gestaltet werden kann.
WICHTIG: das Treffen findet in der Schnapsfabrik statt und NICHT in der LC 36 oder der Feuerwache! Um 18.00 Uhr.
Meldung von So, 21.12.2008:
Am Freitag, dem 19. Dezember war das Bauordnungsamt in der Schnapsfabrik und hat verfügt, dass das Gebäude ab Montag, dem 22. Dezember nicht mehr betreten werden darf.
Wir versuchen dagegen juristisch vorzugehen, bis wir Rechtsklarheit haben, kann die Schnapsfabrik aber nicht mehr genutzt werden.
Wir, die Schnapsfabrik, bewerten diese Aktion als willkürlich und unverhältnismäßig. Folgende Punkte sind für uns ein Hinweis darauf, dass es die Motivation der Behörde ist, autonome Räume und linke Kultur zu zerstören:
Der vom Amt forcierte Zeitpunkt kurz vor Weihnachten macht Widerstand auf juristischer als auch auf politischer Ebene sehr schwer.
Anstatt eine Liste von Mängeln vorzulegen, die zu beheben wären, wird uns mündlich die Nutzung des kompletten Gebäudes untersagt. Wir müssen also mit Strafen rechnen, sollten wir uns weiterhin in den von uns gemieteten Räumen aufhalten, können aber nicht dagegen vorgehen, solange wir nichts schriftlich haben.
Die Begründung, es liege eine “Gefahr für Leib und Leben” vor, sollten sich weiterhin Menschen hier aufhalten, widerspricht dem Vorgehen des Amtes, uns noch eine 3-Tagesfrist vor der Nutzungsunterlassung einzuräumen. Läge tatsächlich eine solche Gefahr vor, hätten wir das Gebäude sofort verlassen müssen.
Ganz abgesehen davon, dass nicht alle Räume von den vom Amt angeprangerten Mängeln betroffen sind, und eine komplette Sperrung uns deswegen vollkommen unverhältnismäßig erscheint.
Wir glauben also, dass es sich um eine Provokations- und Einschüchterungsmaßnahme handelt.
FEEDBACK
Schon kurze Zeit später erreichten uns viele viele Solidaritätsbekundungen. DANKE FÜR EURE ANRUFE, ERSCHEINEN, ANBIETEN VON HILFE!!!! Das hat uns gezeigt, dass das, wofür die Schnapsfabrik steht, nämlich ein autonomer Raum für Gegenkultur und selbst verwaltete politische und kulturelle Aktionen, einen großen Unterstützer_innenkreis hat.
Wir werden uns das nicht gefallen lassen! Wir akzeptieren nicht, dass uns unsere Räume genommen werden! Es geht hier nicht nur um die konkreten Räume der Schnapsfabrik, wir lassen uns nicht das Recht auf Orte für alternative Kultur und Politik nehmen!!!
Am 28.12. um 18:00 findet ein Treffen in der LC statt, bei dem über das weitere Vorgehen beratschlagt wird.
Uns erreicht ihr unter
info@schnapsfabrik.net

